Facility Manager

Der Begriff Facility Management kommt aus dem Englischen, Facility steht hierbei für Gebäude und Management für Verwaltung. Ein Facility Manager ist also für die Planung des Baus und die anschließende Verwaltung von Gebäuden zuständig.

Arten des Facility Managements

Insgesamt gibt es drei Arten des Facility Managements:

  • kaufmännisches Facility Management,
  • technisches Facility Management und
  • infrastrukturelles Facility Management.

In allen drei Bereichen können entsprechend ausgebildete und geschulte Facility Manager eingesetzt werden.

Kaufmännisches Facility Management (FM)

Das kaufmännische Facility Management umfasst die gesamte buchhalterische Immobilien- und Liegenschaftsverwaltung. Hierzu gehören unter anderem folgende Dienstleistungen:

  • Erstellung der jährlichen Betriebskostenabrechnungen,
  • der Abschluss von Versicherungen für die Immobilie sowie deren spätere Kontrolle,
  • die Einsetzung einer Hausverwaltung.

Die Angestellten dieses Geschäftsbereiches sind unter anderem für die Ermittlung der günstigsten Versicherungsanbieter zuständig. Auch der Abschluss von Gas- und Erdöllieferverträgen, bei denen durch eine besonders hohe Abnahmemenge die Kosten reduziert werden können, fällt mancherorts in ihren Zuständigkeitsbereich.

Technisches Facility Management

Angestellte dieses Geschäftszweiges sind unter anderem für die Überwachung des Baus, aber auch schon in der Projektion des Bauplanes tätig. Vor allem in Krankenhäusern, großen Arztpraxen, Gewebegebieten, Schwimmbädern, Einkaufszentren und anderen großen Gebäuden werden sie beschäftigt. Sie sorgen dafür, dass die laufenden Betriebs- und Instandsetzungskosten auf ein Minimum reduziert werden können. Auch die Sicherheitstechnik wie beispielsweise Brandmelder wird von diesen Angestellten regelmäßig überprüft. Genauso verhält es sich mit den sanitären Anlagen, für deren Planung und die Auftragsvergabe beim Einbau sowie der späteren Instandsetzung die Mitarbeiter des technischen Facility Managements verantwortlich zeichnen.

Infrastrukturelles Facility Management

Zum infrastrukturellen Facility Management gehören unter anderem folgende Aufgabenbereiche:

  • Reinigungs- und Hausmeisterdienstleistungen,
  • Erledigung des Winterdienstes,
  • Umzugsdienstleistungen,
  • Entsorgung des Hausmülls und von Spezialabfällen,
  • Cateringservice,
  • Botengänge sowie Transportdienste,
  • Archivierung von Schriftgut sowie dessen spätere fristgerechte Vernichtung,
  • Optimierung der Büroorganisation,
  • Kontrolle der Einhaltung von Hygienevorschriften, beispielsweise in Waschräumen und öffentlichen Toiletten,
  • Zurverfügungstellung von Putz- und anderen Reinigungsmitteln und deren rechtzeitige Nachbestellung,
  • Aushändigung von Arbeitsschutzartikeln und entsprechender Berufsbekleidung.

Für die Übertragung dieser Aufgaben an entsprechend qualifiziertes Personal sowie dessen Kontrolle ist der Facility Manager zuständig.

Fazit

Sie sehen also, die Aufgabenbereiche eines solchen Managers sind äußerst vielschichtig, aber auch sehr interessant. Er übernimmt eine hohe Verantwortung und trägt dazu bei, die Betriebskosten für eine Immobilie auf Dauer signifikant zu reduzieren.