FAQ für angehende Hausverwalter / Vermieter

Robin R. ist ein selbständiger Hausverwalter bzw. Vermieter aus Bochum. Er vermietet im Bochumer Osten und Dortmund Appartments hauptsächlich an Monteure. Ich habe mich mit ihm auf einen Kaffee getroffen und ein paar Fragen gestellt.

Wie zeitaufwändig ist die Tätigkeit als Hausverwalter für Dich?

Ich brauche täglich ca. 2 Stunden für meine Arbeit als Hausverwalter. Mal sind es mehr, mal sind es weniger. An manchen Tagen reicht 1 Stunde, an anderen sind es 4 oder mehr.

Siehst Du Dich als Hausverwalter oder eher als Vermieter?

Ca 50/50, ich repariere und renoviere vieles selbst. Streichen, Tapezieren und Kleinigkeiten ausbessern mache ich selber. Badezimmer renoviere ich nicht. Um vernünftig Fliesen zu verlegen braucht man ca. 1000 Stunden Erfahrung. Die habe ich nicht, daher gebe ich mir das nicht. Es fallen viele Kleinigkeiten an. Viele Monteure versuchen, den Satellitenempfänger auf die Sender ihrer Heimat einzustellen. Das funktioniert nicht, da die Schüssel auf Astra ausgerichtet ist. Ich muss die Sender relativ häufig zurückstellen. Dann müssen Kleingeräte wie Kaffeemaschinen repariert bzw. gesäubert werden. Wenn ich etwas nicht selber mache, beauftrage ich einen Dienstleister.

Welche Kenntnisse benötigt man für als Hausverwalter?

Kenntnisse in der Buchhaltung sind sehr wichtig, da habe ich in den ersten Jahren viel Zeit verloren. Den größten Teil an den Steuerberater auszulagern spart viel Zeit und Nerven, da nicht ständig Briefe ins Haus geflattert kommen. Die Grundlage der Buchhaltung sollten man aber drauf haben. Weiter sind umfassende digitale Kenntnisse wichtig. Der größte Teil der Buchungen kommt über Portale, die muss ich bedienen können.

Welches Software Setup würdest Du empfehlen?

Ich benutze einen Channel Manager, der meine Belegungssoftware mit den Buchungs-Portalen im Internet verbindet. Zusätzlich habe ich eine Datenbank-Anwendung, auf die ich von unterwegs zugreifen kann. So kann ich aus dem Urlaub heraus arbeiten. Das funktioniert mittlerweile so gut, dass ich 3 – 4 Wochen weg sein kann. Danach muss ich schon persönlich nachsehen, ob alles in Ordnung ist. Die Gäste bewerten relativ schnell, so bekomme ich direkt mit, ob eine der Putzfrauen etwas nachlässig war.